Barcelona – afoch a muadsdrum Gaudi – wie der gemeine Österreicher sagen würde. Schlechter Witz zum Einstieg, Höhepunkt des Reiseberichts eigentlich schon erreicht. Messi ähnliche Zustände sucht man auf den Straßen gottseidank vergebens. Etwas, dass Österreich wohl noch einige Jahre vorenthalten bleibt ist in dieser wunderschönen Stadt bereits Realität. Das Meer vor der Haustüre. Schon beim Anflug auf die katalanische Hauptstadt ergibt sich ein atemberaubender Blick auf die von kleinen Bergen umgebene Metropole. Legenden zu Folge von Herkules himself gegründet, beheimatete die Küstenstadt immer wieder Legenden aller Art. Gaudi, Picasso, Dali, Ronaldinho, Messi und natürlich: Hans Krankl. Selbstverständlich kann man jetzt darüber streiten, ob eher Künstler/Architekt/Intellektueller oder Fußballer eine Legende, aber Hans Krankl hat einmal gesagt “Die Fußballer sind viel g’scheiter, wie manche Trotteln glauben. Da, ich kenne Universitätsprofessoren, das sind Stocktrotteln“

Nicht das Camp Nou. Trotzdem nicht so schlecht. Fußballplatz im Park Güell

Angekommen in Barcelona nimmt man am besten den Aeorobus ins Zentrum. Billig (Rückfahrticket auch gleich besorgen, weil Rabatt), schnell, bequem, und direkt ins Stadtzentrum zum Placa Catalunya. Die erste Amtshandlung nach 5 Litern Sangria zum Munterwerden sollte eine kleine Wanderung auf den Montjuic sein. Denn von dort hat man einen schönen Rundblick auf die Stadt. Für die Gehfaulen gibt es sogar eine Seilbahn hinauf, meist ist die Warteschlange hier jedoch lange und die Fahrt nicht unbedingt preiswert. Natürlich schrecken die schier unüberwindbaren 173 Höhenmeter zunächst ab, die schweißtreibende und wochenlang dauernde Bergwanderung  entschädigt aber mit dem Castell de Montjuic (mit eher düsterer Vergangenheit), netten Parks, dem Nationalmuseum und am Fuße des Bergs mit dem Brunnen Font Magica.

Nicht der Font Magica. Trotzdem nicht so schlecht.

In Zeiten von google, tripadvisor bedarf es wohl keiner weiteren Empfehlungen bezüglich der klassischen Touristen-Hotspots. Sagrada Familia, eh kloar. Camp Nou, eh kloar. Park Güell, eh kloar. La Rambla, eh kloar. 40 Euro für ein Getränk im Opium, eh kloar. Das Fangenspielen zwischen Straßenverkäufern und Polizei beobachten, eh kloar. Einfach durch die wunderschöne Innenstadt schlendern, Sangria und Tapas genießen, eh kloar.

Nicht der Fußballplatz vom Park Güell. Trotzdem nicht so schlecht.

Apropos Tapas, abschließend kann ich doch noch einen raushauen, quasi Tip vom Herzen: Sensi Gourmet Tapas. Vergesst für einen Augenblick jede Pizza, jedes KinderBueno, jedes Kebab, jedes 16erBlech. Sensi Gourmet Tapas muss in Barcelona eure Zieldestination sein. Wichtig: unbedingt reservieren! Hotelempfehlung: chic & basic beim Placa d’Espanya. Tatsächlich schick, mit gutem und preiswerten Frühstück. Es gibt Erdäpfelkuchen. Mehr Argumentation wird eigentlich nicht benötigt. Angenehme Lage für An- und Abreise zum Flughafen und der U-Bahn in Gehweite. Ins Zentrum sind es 25 Minuten Fußweg, jedoch müssen viele dieser seltsamen katalanischen Kreuzungen in denen Parkplätze in eben diese intigriert wurden und man als Fußgänger immer einen kleinen Umweg gehen muss, überquert werden. Klingt komisch, ist es auch. Fakt ist: diese architektonische, lebensfrohe Stadt wird euch auf jedenfall in den Bann ziehen.